Sarkastikon : Ethik (Sarkastische Umschreibung)
| Von glaukothyr @ 11:23 | [ Mottenkiste ] |
"Wippen-, schaukel- und/oder karussellartige Anordnung von Sollen und Wollen bzw. Müssen, Dürfen und Können in einigermassen starren Beziehungen (Typ der emotionslüsternen und -willfährigen, wahr- und klarheitsfeindlichen, elitär- autoritären ""Ethik"" genannten Argumentationsautomaten), oder dann Zerstückelung der Anschauung in einander kontrastierende Felder, auf denen den Häufungen gemutmasster Gleichheiten und Verschiedenheiten nachbildenden Regeln gemäss Argumente gegeneinander gestellt oder auch ausgetauscht werden (Typ der angeblich emotions- und wertfreien, rational-intellektuellen Ethik, die nicht umhinkommt, letztendlich sich selbst als Wert aufzufassen)."
Mitte August 1996
P.S.
"Sarkastikon" war damals (Mitte 90er letzten Jhdts.) ein Projekt des Autors von Glaukothyr, sog. heilige oder zumindest "hohe" Werte zu vivisezieren und dem Publikum, einem Opferpriester einer mittelamerikanischen Hochkultur vergleichbar, die (nach Berichten zeitgenössischer "Christen") noch pulsenden und dampfenden Herzen des geopferten "Menschenbildes" auf dem Altar der nüchternen, unbeirrbaren Wahrhaftigkeit zu präsentieren.
Anders, als dem aztekischen Priester, fehlte dem Autor (zu dessen untröstlichem Bedauern) die Macht und Autorität, dies erschreckten und fürchtenden Untertanen zuzumuten. Kein namhafter Verleger war bereit, sich seine Hände mit solchem Blut zu verschmieren - aus Gründen der Marketinghygiene.
Wenn Glaukothyr grade nichts Neues einfällt, wühlt er lustvoll und selbstmitleidig in seiner Mottenkiste und lüftet ihm noch der Erinnerung wert Scheinendes hier scham- und rücksichtlos aus, ganz nach dem Vorbild nach rückwärts gerichteter und flüchtender Wirtschaft und Politik.
Im herrschenden Durcheinander der Nachrichtendienste wird ohnehin immer schwieriger und unbestimmter, Richtungen im newtonschen Sinne auseinander zu halten. Die Behelfe, vorne da zu suchen, wo man Nichts sieht oder wo man etwas zu erkennen meint, sind gleichermassen plausibel und es ist Niemand zu verargen, der sich für die eine oder andere Richtung entscheidet.



