Kindereien
| Von glaukothyr @ 08:02 | [ 013 Teilchenbeschleuniger ] |
| Von glaukothyr @ 08:02 | [ 013 Teilchenbeschleuniger ] |
| Von glaukothyr @ 21:45 | [ CH-Bananenplantagen ] |
Das Wenigste, das für individuelle oder kollektive Existenz wesentlich und Ausschlag gebend ist, wird heute noch von Souveränen oder von Landesregierungen entschieden
Über die Bedingungen des Daseins im Kollektiv, die heute in noch nie dagewesenem Masse und unentrinnlich durch die Finanzsysteme und den Zugang zu deren Ressourcen und Einflusspotentialen bestimmt sind, entscheidet längst schon kein Souverän und keine Landesregierung mehr. Darüber entscheidet einstweilen, trotz US-Wirtschafts- und Währungsschwäche, immer noch in entscheidendem Masse das FED bzw. entscheiden die selbst höchstrangigen Politikern nur sehr beschränkt zugänglichen Kreise, die das FED seit seiner Gründung nach ihrem Gutdünken kontrollieren und für ihre Zwecke zu gebrauchen verstehen. Für diese Kreise ist die Weltfinanzkrise keine Krise, sondern eine auf längere Sicht für ausschliesslich sie eine ertragreiche Operation.
Mit der Demokratie ist es ein bisschen wie in einer Schulklasse, die ihren Klassenchef oder Klassensprecher 'selber' ernennt. Das bleibt ohne Einfluss auf den Lehrstoff und auf die Anzahl der erfolgreichen Absolventen.
Daran würde auch eine "Volkswahl des Bundesrats" nichts ändern, wie Viele noch meinen - im Gegenteil!
Wer will denn allen Ernstes noch glauben, ein Mehrfachmilliardär stehe einem Landwirt oder einem Kleinunternehmer oder erst recht dem einfachen Mann aus dem Volke näher als der Hochfinanz? Wie betört von Politmarketing muss man eigentlich sein, um solcher Illusion zu erliegen?
Geld regiert die Welt, und das zuletzt nach demokratischen oder gar menschlichen Grundsätzen.
Was streiten da aufrechte "Demokraten" darüber, ob sie einem armen Tropf die Einbürgerung ohne Begründung verweigern können sollen und machen ihr Heimatglück davon abhängig? Der Keller brennt und im ersten Stock streiten sie darum, wo der Kalender mit dem Ankerbildchen drauf aufgehängt werden soll!
Das Schicksal der Völker bzw. der Bevölkerungen liegt seit Jahrzehnten bereits nicht mehr in den Händen von Nationen.
Was ein Volk und was der Souverän sei, steht nur noch so in den Schulbüchern und in Provinzblättchen.
Die Medien für das anspruchsvollere Publikum hüllen sich in gediegenes Schweigen.
Darüber, wer die Macht über die Güter und die Arbeitsleistungspotentiale verfüge, wissen nur Eingeweihte ein bisschen etwas, und die sind handverlesene, kompetenzlose Vasallen. Ihre Aufgabe ist, dafür zu sorgen, dass die Aufmerksamkeit der Massen pausenlos auf Spektakuläres aber Belangloses und daher Auswegloses gelenkt werde - Kriege z.B., oder die Massen euphorisierende Grossereignisse aller Art.
Alles freut sich über Kindereien. Das heisst heute Demokratie
| Von glaukothyr @ 20:43 | [ CH-Bananenplantagen ] |
| Von glaukothyr @ 13:56 | [ 013 Teilchenbeschleuniger ] |
| Von glaukothyr @ 23:36 | [ CH-Bananenplantagen ] |
Worin eigentlich besteht dieses Gut?
Der Wert des Stimm- und Wahlrechts
Ohne Arbeit kein Staat und kein Stimm- und Wahlrecht
Der Aufstand gegen den Staat, seine Behörden und sein Recht
Ein Befürworter der Einbürgerungsinitiative wehrt sich für sein Stimm- und Wahlrecht betr. Einbürgerung mit folgenden Worten:
"Die Schweizer treibt etwas anderes (als die Einbürgerung) um: Sie wehren sich gegen die Verbürokratisierung ihrer Rechte und lehnen sich gegen eine obrigkeitliche (auch journalistische) Gängelung darüber, was falsch und was richtig sei, auf".
Das nimmt die Argumentation der Initianten auf, die Einbürgerung würde durch die Annahme der Initiative vom blossen Verwaltungsakt wieder zum demokratischen Entscheid.
Sich nicht von Gerichten und zuständigen Behörden Bescheid geben zu lassen, was richtig und falsch sei, hiesse konsequent um- und fortgesetzt, es solle in einer Volksabstimmung auch entschieden werden, was nun richtig bzw. Rechtens oder falsch bzw. Unrecht sei, wenn z.B.:
Einer seiner Sekundanten meint dazu :
"Wenn diese Beurteilung demokratisch gefällt wird, braucht es kein Rekursrecht."
Wie würde er wohl eine solche Rechtsprechung qualifizieren?
Warum also kein Beschwerderecht gegen grundlose Einbürgerungsverweigerung?
Das Wesen des Bürgerrechtsentscheides
Der Bürgerrechtsentscheid ist durch folgende Merkmale gekennzeichnet:
Die Schmähung des Staates zur Verherrlichung des Volkes, das diesen Staat geschaffen hat.
Wie bereits erwähnt, ist diese Art und Weise der Gewährleistung funktionierender und gesicherter Kollektivität Ergebnis eines reichhaltigen, fortgesetzten Zusammenwirkens funktionell unterschiedlichster Bemühungen, Arbeits- und Kulturleistungen jeder Art und Qualifikation, an denen alle Einwohner, ob nun Bürger von Geburt oder durch Einbürgerung oder Ausländer, gleichberechtigt und mit gleichwertiger Anstrengung mitwirken.
Nur ausnahmsweise kann daher ein objektiv achtenswerter Grund bestehen, die Einbürgerung bei Erfülllung der gesetzlichen Voraussetzungen zu verweigern.
Gerade die auf sorgfältig und objektiv zu überprüfende und nachzuweisende Gründe zu stützende Verweigerung der Einbürgerung dem Bauchentscheid eines schlecht informierten und zu weiteren Nachprüfungen gar nicht ausgerüsteten und nicht organisierten Volkes überlassen zu wollen, steht eher auf der Entwicklungsstufe eines "Gottesurteils" als auf derjenigen eines zeitgenössischen Verfassungs-, Rechts- und Verwaltungsstaates.
Das Bürgerrecht gehört nicht dem Volk, es gehört dem Bürger. Der Bürger ist der Einzelne.
Es ist dem Einzelnen um seiner selbst Willen gewährt, damit er aus eigenem Antrieb und möglichst ohne vermeidbaren Zwang am Aufbau und Erhalt dessen mitwirken kann und auch soll, wovon er Bürger ist. Das ist eine der elementaren und wirklich ursprünglichen Ideen von Demokratie.
Entsprechend wird dem "Volk" nichts entrissen, wenn dem Einzelnen seine Rechte, u.a. dasjenige des Bürgerrechts, nicht durch die Gemeinschaft als Überinstanz sondern nach Massgabe des von den Einzelnen gemeinsam beschlossenen Rechts erteilt werden.
Zwingendes Recht - Ein weiteres Argument der Volksrechtstrunkenen:
"Wo nicht zwingendes Völkerrecht verletzt wird (z.B. Folterverbot), sind Entscheide des Stimmvolkes ohne Wenn und Aber umzusetzen."
Der unbedachte Mangel der Initiative
Gemeinde A bürgert nicht ein, was ihr nicht passt. Gemeinde B bürgert reiche Ausländer bevorzugt und erleichtert ein. Gemeinde C bürgert nach einem speziellen Verfahren die Ausländer ohne weitere Wartezeit und Auflagen ein, die von andern Gemeinden unbegründet oder unberechtigt nicht eingebürgert worden sind und beruft sich dabei auf übernationales Recht oder auf Staatsverträge und natürlich auf ihre absolute Souveränitat in Einbürgerungsfragen.
...
Anlass zu dieser Äusserung: NZZ am Sonntag 18.05.2008, Meinungen S. 25
| Von glaukothyr @ 16:26 | [ 013 Teilchenbeschleuniger ] |
"Rotes Büchlein" war vor etwa 40 Jahren ein Kultobjekt von Gruppierungen, die sich für Maos "Grossen Sprung nach vorn" begeistert haben.
Gut, "das zu erhaben" sei, "um sich dessen Vergabe vom Beamten- und Richterapparat entreissen lassen zu dürfen".
Offenbar haben in diesen 40 Jahren, in denen Forschung und Technik der Menschheit ungeahnte Potentiale und Möglichkeiten in die Hand gegeben haben, die von allen Teilen der westlich postindustriellen Dienstleistungs-, Vorsorge- und Wissensgesellschaften eifrig benutzt und oft gierig ausgenutzt werden noch nicht alle Gesellschaftsteile gelernt, sich von Kulten um Symbole aus an sich wertlosem Blech, aus Textilie oder Papier freizuhalten. Sie versprechen sich, mit ihrer Huldigung an ein Symbol Macht über andere zu erlangen und durch Gewaltanwendung zu erzwingen, was ihre Einbildung allein nicht schafft.
Wie schon eh und je ist diese Gruppierung, die heute "Ihr" Rotes Büchlein zum Symbol des über Fremdes Erhabenen macht, gegenüber "Vorwärts" Stürmendem argwöhnisch und ängstlich; sie träumt von Flucht nach rückwärts. Da aber rückwärts keine Ziele sondern nur geschönte Erinnerungen liegen können, erhoffen sie sich von trotziger Einigelung ein Überdauern der "Gefahr", die alles Neue und aller Wandel vor allem für geschönte Erinnerungen unvermeidlich in sich bergen.
Sie sehen dabei nicht, dass sie sich nicht in der Abwehrsituation eines Igels auf einem feucht krumeligen, sommernachtwarmen Waldweg sondern eines Igels auf einer steinharten Autobahn befinden.
...| Von glaukothyr @ 19:30 | [ CH-Bananenplantagen ] |
'Gemeinsam sind wir stark!'
| Von glaukothyr @ 14:13 | [ CH-Bananenplantagen ] |
Es gibt verschiedene Arten der politischen Kommunikation zwischen Exponenten der Classe Politique und der Öffentlichkeit:
anständige Menschen, und solche gibt's zum Glück auch noch in der Classe Politique, sie als Selbstverständlichkeit erachten und sie nicht zur politischen Errungenschaft emporstilisieren und zu Verfassungsrecht emporheben müssen.
In keiner Verfassung der Welt muss stehen, man solle einander nicht täuschen und belügen.
Ist denn das eine Errungenschaft der Politik in einer modernenen, konsiliaren und Gruppenkonkurrenz regulierenden Demokratie, wenn das in die Verfassung zu stehen kommt?
Dass und wie man einander in der Politik nicht mehr belügen und täuschen solle, (es sei denn, man erhebe den Anspruch, als Partei anerkannt zu sein, die Wahlen und Abstimmungen unbedingt gewinnen muss) soll nach dem Willen der Söldner und Vasallen des Politikmarketings in der Verfassung detailliert geschrieben stehen!
Die Schildbürger sind offenbar noch nicht ausgestorben!
Sie suchen Zuflucht vor der Zukunft im Schosse völkischen Proletariats.
| Von glaukothyr @ 13:10 | [ CH-Bananenplantagen ] |
Die Sekte der Volksherrschaft Predigenden gibt ihre Absichten und ihr Verhalten als "einfach und allgemein verständlich" aus.
Differenzierung macht ihrem Anlass und ihrem Zweck gemäss nicht alles einfacher verständlich aber praktikabler.
Der Weg zur weitgehend gediehenen und gelungenen Demokratie ist erheblich weiter als von den Volksrechtstrunkenen gezeichnet und gelallt und stellt an die Menschheit noch viele andere Anforderungen, deren Wichtigkeit und Wirkung bisher für unbedeutend erachtet worden ist.
Die vorwiegend utilitaristischen Deutungen der Demokratie und die Versuche, sie mit rein organisatorischen, wirtschaftlichen und technischen Errungenschaften und Theorieen über sich logisch bzw. eigendynamisch selbstregulierende Systeme quasi zu erzwingen, sind gescheitert und werden auch in Zukunft scheitern.
Es ist in Anbetracht Jahrhunderte alter Einsichten in das Zusammenspiel der funktional differenzierten Teile , der föderalen Schichten und der personellen Zusammensetzung der Organe der bestmöglich zur Wirkung gebrachten Staatsgewalt alles andere als "einfach und leicht verständlich", warum nach dem Willen der Sekte dem Volk der Ratschlag der Behörden weggenommen und dieses statt dessen wehr- und sprachlos der hemmungslosen Propaganda konkurrenzierender Verheissungen ausgesetzt werden solle, mit der Konsequenz, dass statt einer Meinungsbildung unter und zwischen autonomen Bürgern ein enthemmter Wettbewerb zwischen doppelzüngigen, suggestiven und manipulativen Politmarketingstrategieen stattfindet, in dem sich lediglich entscheidet, wer das beste Marketing für seine Versprechen und Drohungen gemacht hat, womit Carl Schmitts
"wissenschaftliche Entdeckung der Akklamation" als "Ausgangspunkt für eine Erörterung der Verfahren unmittelbarer oder reiner Demokratie"
erlangt ist. (Zitat nach Max Imboden: Politische Systeme ©Helbing&Lichtenhahn 1974, S. 40; ISBN 3-7190-0637-9)
Das ist nämlich, was mit der Initiative "Volkssouveränität statt Behördenpropaganda" angestrebt wird.
Im Klartext heisst diese Initiative für diejenigen, die Demokratie als humane Kultur und nicht als Knechtung des Rechts und der Geringschätzung der individuellen Freiheit und der Menschenwürden auffassen : "Gewissen- und hemmungsloser Wettbewerb der Polit-marketingstrategieen der Sekten und Parteien statt Vertrauen in die Behörden".
Wozu denn eine "Volksherrschaft", wenn die es nicht einmal zustande bringt, Behörden zu bestellen, denen das Volk vertrauen kann?
Will die Sekte einen "Führerstaat"? - Das soll's ja auch schon mal gegeben haben.
| Von glaukothyr @ 21:21 | [ CH-Bananenplantagen ] |
Wie es einer rechten Sekte geziemt, argumentiert diejenige der die Volkssouverenität Predigenden mit Tugenden, nämlich :
Offenheit, Fairness und Ehrlichkeit.
Was bedeuten eigentlich diese Tugenden und wo sind deren "Grenzen"?
Dieselbe Sekte, die sich anmasst,
macht dem Volk weis, Demokratie werde auf Gemeindeebene dadurch gestärkt, dass die Gemeinde in nach ihrem Gutdünken, ohne Beachtung verfassungsrechtlicher und rechtsstaatlich allgemein anerkannter und bewährter Verfahrensgrundsätze, Verfügungen über den Rechtsstatus einzelner Personen "letztinstanzlich" entscheiden könne.
Unter "letzinstanzlich" verstehen Sekten regelmässig : "selbstherrlich und unbegründet". Darin genau besteht nach Auffassung der Sekte der die Volksverherrlichung Predigenden die Wiederherstellung und Stärkung der Demokratie: Entscheiden und Verfügen ohne jede Begründung, weder gegenüber dem Stimmbürger noch gegenüber den vom Entscheid bzw. der Verfügung Betroffenen.
Rechtsstaatlichkeit heisst für diese Sekte Unterdrückung des elementaren sachlichen und rechtlichen Unterschieds zwischen Rechtsetzung und Verfügung.
Demokratie heisst für die Sekte : reale Volksherrrschaft genossenschaftlicher Prägung ohne jede Verpflichtung gegenüber einem höherstehenden Recht.
So sieht in der Praxis aus, was die Sekte unter "offen, fair und ehrlich" versteht :
"Wer die Macht des letzten Wortes hat, schuldet Niemand Rechenschaft und muss gegenüber den Unterlegenen und Abhängigen nicht mehr offen, fair und ehrlich sein!"
Die Stimme eines Beobachters aus dem Ausland :
"Stinkt Volksherrschaft penetrant - nix Demokrati!"
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