Unendliche Reise ohne Ziel
| Von glaukothyr @ 13:07 | [ Mottenkiste ] |
Oh Reisender! Wo immer Du hinkommst,
liegt Deine Welt Dir neu zu Füssen,
empfänglich für Deinen nächsten Gedanken,
Deinen nächsten Schritt, Deine nächste Tat!
| Von glaukothyr @ 13:07 | [ Mottenkiste ] |
Oh Reisender! Wo immer Du hinkommst,
liegt Deine Welt Dir neu zu Füssen,
empfänglich für Deinen nächsten Gedanken,
Deinen nächsten Schritt, Deine nächste Tat!
| Von glaukothyr @ 21:03 | [ 013 Teilchenbeschleuniger ] |
Alles Brechen, Beugen, Lähmen, Erniedrigen, Irreführen und Ausbeuten des Willens - ob des Eigenen oder eines Andern - ist schon Töten im Sinne der 10 Gebote.
'Töten' in diesem Sinne ist alles, was um einer Einbildung, Idee oder Zweckes Willen autonome, individuelle, eigensinnige, eigenwillige und unbändige Entfaltung unter den Bedingungen des Profanen behindert, einschränkt, manipuliert, geringschätzt,verfolgt usf.
Es ist eine Katastrophe, dass kollektive Systeme, die genau die Zurechtstutzung und -biegung individueller Eingenwilligkeiten auf die Bedürfnisse des reibungslosen Funktionierens ihrer Einrichtungen für evolutionäre Errungenschaften gehalten und 'Kultur' genannt werden.
| Von glaukothyr @ 19:14 | [ 013 Teilchenbeschleuniger ] |
vor wenigen Tagen noch habe ich mich zu einem Versuch provozieren lassen, 'Die eigentliche(n) Frage(n) dahinter' zusammenzustellen und zu erörtern. Heute gestehe ich gerne - und sogar mit einer gewissen-(losen?) Erleichterung ein, dass ich kläglich gescheitert bin.
In dieser Zeit ist auf dem Blog Bundesrat Moritz Leuenbergers wie auch auf jener Forumsplattform soviel an Emotionalem, Technischem, Technokratischem, Pragmatischem, Militantem und noch vielem Anderem in je seiner Art und Form Wertvollem und ernst zu Nehmendem zusammengekommen, dass es nicht wundert, dass die sinnbildlichen Ärzte um das Bett des Patienten eigentlich ratlos und die Zweifel berechtigt sind, ob der Patient überhaupt mit den ihnen bekannten und bisher für tauglich erachteten Methoden geheilt werden kann, bevor er ohnehin 'stirbt'.
Angenommen, er wird ungeheilt sterben: werden deshalb die Ärzte überflüssig? Wäre das ein Grund, alle Hoffnung aufzugeben und alle Verantwortung für die übrigen Patienten an irgend eine 'unsichtbare Hand' (Wahrzeichen und Glaubensbekenntnis gewisser Wirtschaftsreligionen) abzugeben?
Wiewohl auf der Ebene des objektbezogenen Denkens die Antwort auf eine Frage wie etwa : 'Kann eigentlich der einzelne Patient als geheilt betrachtet werden, so lange andere Patienten heillos bleiben und täglich neue nachfolgen?' auf der Hand liegt und die Frage in dieser Form als unzulässig und subversiv erachtet wird, ist sie nicht unmöglich sondern bloss ungewöhnlich.
Den Pragmatikern und allzeit zu allerlei 'Machen' Bereiten ist sie nicht geheuer, weil sie natürlich Interdependenzen (Wechselbedingungen, -ursachen und -wirkungen) hinterfragt und aufdecken könnte, über die nicht zu sprechen für die gerade massgebende Mehrheit aktiv an der wirtschaftlichen, politischen, kulturellen usf. 'Macht' und Einflussnahme auf die Ereignisse Beteiligten bequemer oder gar vorteilhafter war.
Es gibt viele leidenschaftliche Rationalisten und Realisten, die Vorstellungen von Etwas, das einfach nicht sein darf, weil es Ihr Fassungsvermögen dessen, was sie für 'rational' oder 'real' halten, einfach überfordert - etwa, dass der Patient vielleicht trotz allen Bemühens und Ringens sterben kann, weil nämlich diejenigen, die sich für dessen Heilung für wissend und fähig halten, ihre Kompetenz zu wenig in zweifel ziehen und nicht auf den Gedanken kommen, dass auch diese nicht so ganz fit sein könnte.
Kann man überhaupt 'Energiepolitik' betreiben, ohne dabei die Politik betreffend die Nutzung von Ressourcen - materiellen wie immateriellen - ganz generell mit einzubeziehen?
Auch z.B. sog. 'Sozialpolitik' ist im wesentlichen Ressourcenpolitik - oder die Bildungs- und Erziehungspolitik. Man hat in diesen Zweigen der Politik die Energie einfach immer als selbstverständlich, in wunschgemäss vorhandener Menge verfügbar erachtet und hat nun grosse Mühe, sich daran zu gewöhnen, dass in Zukunft grössere Anstrengungen für eine weiterhin optimierte 'Selbstvertändlichkeit' unerlässlich und auch von den Nutzern, nicht nur von den Lieferanten, gefordert sein werden.
Dabei ist auch das sog. 'Verursacherprinzip' neu und vor allem genauer aufzufassen. Es ist einfach zu kurzsichtig, die Energielieferanten als quasi auf frischer Tat ertappte ('redhanded') Verursacher zu sehen und deren Abnehmer, in deren Abhängigkeit vom Gelieferten, als 'Unschuldige' gelten zu lassen.
Es ist ja die Nachfrage all' derer, die in irgend einer Hinsicht vermehrte und verbesserte Leistungen - von welcher Seite auch immer - erwarten und sogar fordern und erzwingen, die nur unter gesteigertem Verbrauch von Ressourcen jedwelcher Art erbracht werden können.
So sind z.B. Wasserwirtschaft und Energiewirtschaft nicht nur über die Stromerzeugung mit 'Wasserkraft' (dort ist es ja eigentlich eine Kombination aus Sonnenenergie und Schwerkraft) ineinander verhängt. Der Energiebedarf für Versorgung mit Trinkwasser ist beträchtlich und wird für die Ernährungs- und die Gesundheitswirtschaft sicher noch ansteigen.
Der Einsatz der IT im Dienstleistungssektor und in den öffentlichen Verwaltungen und NGO's steigert die Nachfrage nach Strom beträchtlich und erreicht Grössenordnungen, die mit dem Verbrauch der Gütererzeugung vergleichbar sind. Dabei dürften die häufigen und nich selten länger dauernden Einsatzunterbrüche durch Malware und Programmfehler gestörter Rechner als eigentliche Energiefresser in Betracht fallen, denn die Fehlersuche und -behebung braucht genauso Strom wie der Betrieb für den vorgesehenen Zweck.
Viel zu wenig beachtet werden auch die wechselseitigen Abhängigkeiten zwischen Waldwirtschaft und Trinkwasserwirtschaft. Beide wiederum hängen von Energielieferung ab und wirken sich auf diese aus.
Das sind nur wenige und einigermassen einfache Beispiele dafür, dass Energiewirtschaft - und damit auch Energiepolitik - nicht erst bei den Stromerzeugungsaggregaten und deren Betrieb beginnt und nicht in der Abwärme der Strom verbrauchenden Geräte endet.
Diese wechselseitigen Abhängigkeiten werden zwar - teils widerwillig - anerkannt, aber über deren Einschätzung ist schwer eine zwangsfreie Einigung zu erzielen.
Ressourcen- und Energiepolitik ist in letzter Konsequenz eben ein Ringen darum, wer wen wirtschaftlich und in seinem Lebensunterhalt von sich abhängig macht und möglichst in dieser Abhängigkeit gefangen hält.
Die Verfügbarkeit von Energie und die Verfügungsmacht über Energie und deren Anwendungen entscheidet über Reichtum und Armut sowohl ganzer Regionen und Kollektive als auch der Massen wirtschaftlich in hohem und höchstem Grade unfreier Menschen. Sie ist die Weltwährung der Zukunft par Excellence. Das Energiepotential in Terawatt (abzüglich den Aufwand für Erwerb benötigter Zertifikate, die ja eigentlich Lizenzen zu unvermeidlicher 'Unwertschöpfung' sind) wird - zusammen mit anderen Faktoren - ein bisschen wie einst Gold - als Deckung für die von Nationen oder auch abhängig von - letztlich 'privat' kontrollierten - Wirtschaftsstrategiebündnissen ausgegebenen Währungseinheiten berücksichtigt werden.
Wenn man als 'Patienten' in idealisierender Rückschau eine allgemein durchschaubare und verständliche Politik als Instrument für Erörterung und Beantwortung von Sach- und Realisierungsfragen kollektiver Zivilisierungsanstrengungen auffasst, an der man als Bürger ohne persönliches Bemühen um Einsicht in die naturgemäss verworrenen Zusammenhänge und nur aus einer momentanen Gemütslage heraus in Wahlen und Abstimmungen teilnimmt, dann ist dieser in der Tat nicht mehr zu retten. Das wäre aber noch kein Weltuntergang.
Zur Frage des 'Gewissens' noch dies : Auch die Gewissensfragen werden nicht mehr nach Schablone beantwortbar sein. Wie will ein Gewissen sich bilden, das sich in den Sachfragen nicht etwas eigenständiger und gründlicher kundig macht, als nur gerade anhand dessen, was das bevorzugte und gewohnte gesellschaftliche Umfeld an Berufungsreferenzen für ein benutzerfreundliches Gewissen anbietet?
Es ist leicht gesagt, das und das, was andere tun - oder zu tun gezwungen sind, sei nicht mit dem eigenen Gewissen vereinbar, wenn man zunächst sich selber nicht in der Situation der moralisch und ethisch Beurteilten zu bewähren hat und im Weiteren nichts unternimmt oder beizutragen versucht, das diese Zwänge nicht entstehen lässt oder diesen ausgleichende Spielräume und Freiheiten entgegensetzt? Allerdings kann einen gerade schon nur ein Versuch, solches zu tun, früher oder später an Grenzen bringen, wo sich unhandliche Gewissensfragen stellen. Sollte der Patient eigentlich die Rechthaberei statt des Gewissens sein, wäre es nicht wirklich schade um ihn.
| Von glaukothyr @ 12:42 | [ 013 Teilchenbeschleuniger ] |
Die Zombies, an deren Bild man sich aus Comics und Cartoons erinnert, waren Prototypen und sind auf dem Markt der Cybrohumans etwa das, was im Waffengeschäft die Kalaschnikow. Sie kommen in Un- bzw. methodisch und gründlich dezivilisierten Bereichen, die nur bedingt 'regional' definierbar sind, zum Einsatz und haben dort vor allem Verwirrungs- und Entsorgungsaufgaben zu erfüllen.
Die letzte Zombiegeneration 'Cybrom©®2007' ist für artgerecht gehaltene Priesterinnen und Priester der Hochleistungsweltreligion und deren Dienstpersonal von Ihresgleichen nicht mehr als künstlich konditionierter und gesteuerter Zeitgenosse erkennbar.
Die Zombies Typ 'Cybron©®2007' sind genau so tüchtig, sozialkompetent, emotional intelligent, sexy, erfolgreich, gebildet, charmant, unverbindlich verbindlich, erfahren, gewandt, brillant wie diejenigen, mit denen sie zusammenarbeiten oder die sie als Untergebene lenken, mit dem Unterschied, dass sie keine Seele brauchen, weil alle ihre Reaktionen auf perfekter Berechnung beruhen und jedenfalls sie selbst nie in eine so kritische Lage bringen, dass diese für sie keinen günstigen Ausgang mehr offen lässt, selbst wenn die normal Sterbli- chen in ihrer Umgebung meinen - oder aus verständlichen aber nur bedingt berechtigten Gründen hoffen - die seien nun endlich am Ende. Selbst wo so ein Ding ausnahmsweise ans Ende gelangt und nicht mehr richtig rechnet, ist vollwertiger Ersatz dafür sofort lieferbar.
Die Verfahren zur Herstellung dieses Zombietyps sind so offenkundig, dass sie nicht patentierbar sind. Dennoch sind sie für die Allgemeinheit so geheim, dass nur die Gerissenen und Skrupellosen anwenden können und für ihre Zwecke zu gebrauchen wagen. Und die davon Betroffenen fühlen sich entweder nicht betroffen, weil sie meinen, das sei ihr Erfolg, oder wagen - aus Angst um ihre Karriere - nicht, sich dagegen zu sträuben. Das Ziel ersetzt und verdrängt ihre Seele.
Während Seele sich im Seinsbereich unbändiger Eigensinnigkeit und Eigenständigkeit und entsprechender Verantwortung dafür bildet, wandelt und entfaltet,
sind die Ziele immer von letztlich unbekannten, jedenfalls unnahbaren und unerreichbaren übergeordneten Instanzen vorgegeben.
'Freier Wille' ist nicht schon dort, wo kein Vorgesetzter mit amtlich bestätigter Identität und keine Autorität mit Berufung auf Gewohnheiten und Werte mehr zugegen ist. 'Freier Wille' beginnt mit der Übernahme der eigenen Autorität (Urheberschaft) und Verantwortung dafür.
Es gibt zwar das Menschenrecht dazu, 'freien Willen zu bilden und zu haben', aber sein Inhalt ist immer vollumfänglich und restlos in eigener Verantwortung errungen. Andernfalls ist er nur Lehen einer Instanz, die seinen Inhalt vorgibt.
Wer 'freien Willen' mit ausgeliehenem Inhalt ausübt, ist ein Vasall - hochrangig, ruhmreich und üppig belohnt vielleicht - aber nicht frei. Allerdings, in seiner Entscheidung, Vasall zu sein, war er frei. Viele von denen, die sich so entschliessen, unterschätzen, wieviel Kraft eine Rückkehr in die Freiheit kostet und wie wenig ihnen die Karriere übriglässt.
Der wirklich freie Wille lohnt nicht, weil alles was lohnt, ist Unfreiheit.
| Von glaukothyr @ 12:24 | [ 011 Sparringpartner gesucht ] |
Risiken zentralisierter Entscheidungsbefugnis
Dass Managment von grossen, global agierenden und manipulierenden Unterneh- mungen extrem riskant und in Phasen akut beschleunigter Dynamik zu überpro- portionalen Anteilen Intuitions- und Glück- sache geworden ist, kann nicht den Führungskräften an ihren jeweiligen - zeitlich zufälligen - Positionen allein zur Last gelegt werden.
Das sind Eigenarten und Risiken des globalen Spiels und Pokers um Ressourcen für den Kult des Werbens um künftige Weltherrschaft.
Die bedingte und beschränkte Fähigkeit, Verantwortung für Folgen zu tragen
Wohl generieren und bestimmen die Führenden durch ihre auf ihren letztlich persönlichen Führungserfolg ('gesunder' Ehrgeiz, Lebensziel, "Lebenswerk") eingeengten Konzepte, Strategieen, Marschpläne und durch den allein diesen verpflichtet unzimperlichen Gebrauch ihrer vernetzen Macht grossen Teils diese sich an vielen Rändern zuneh- mend deutlich als verderblich offenbarende Dynamik, aber sie unter- liegen dabei Zwängen, die viele von ihnen so nicht gewollt und nicht in ihre Karriere eingeplant haben.
Nachträgliche Gerechtigkeitsrituale bewirken ausser Illusionen rein gar nichts
Diese Zwänge, unter denen global vorallem die Erwerbsschwachen am stärksten leiden, können nicht dadurch bewältigt oder beseitigt werden, dass die glücklosen Führungskräfte als Sündenböcke einem oberflächlichen, von Medien und Politikern angeregten öffentlichen Gerechtigkeitsappetit vorgeführt werden und gleichzeitig den gegen- wärtig offenbar 'erfolgreichen' angeblich nach den Gesetzen des Mark- tes angemessene, angesichts alles Alltäglichen aber abgöttisch anmutende, kollek- tive 'Dankbarkeit' für ihre - nach selbstherrlich bestimmtem Mass - 'aussergewöhn- lichen' Fähigkeiten und Leistungen erwiesen wird.
Nicht die Justiz, sondern Kultur und Politik sind in erster Linie gefordert - und sind entsprechend die eigentlichen Fahrlässigen, Säumigen und Versager
Kultur und Politik sind gefordert, die Grausamkeiten des kalten Pokers um's Überleben kollektiver Systeme und Kulte angemessen zu lindern.
Für Kultur ist jeder Einzelne zuständig. Ohne sein persönliches Engagement für sein Gewissen geschieht zwar viel von Staat, Mäzenen und Sponsoren finanziert Intellektuelles, die Sinne anregendes und bevorzugten Empfindungen Gefälliges, das bestenfalls den Wechsel von "IN" und "out" beschleunigt oder wenigstens in Gang hält, aber es erschliesst keine Perspektiven und Potentiale, die über den Rand der Zwänge der endlos fortgesetzten Effizienzsteigerung hinaus sehen, den- ken oder schon nur wenigstens ein bisschen fantasieren und träumen lassen.